Was ist Forschungsdatenmanagement?

Forschungsdatenmanagement setzt an bei der Planung eines Projektes und umfasst die Datenerhebung, Datendokumentation (Metadaten), die Benennung und Dateiorganisation sowie die Vergabe von Zugriffsrechten und geht weiter mit der sicheren Speicherung während des Forschungsprozesses bis zur Publikation und Langzeitarchivierung der Daten über den eigentlichen Forschungsprozess hinaus. Forschungsdatenmanagement dient also mehreren Zwecken. So ermöglicht ein vernünftiges Forschungsdatenmanagement, dass Forschungsergebnisse replizierbar und somit nachvollziehbar und überprüfbar sind. Das fördert Transparenz in den Wissenschaften. Forschungsdatenmanagement erlaubt auch die Nutzung bereits erhobener Daten für neue Forschungsfragen. Damit können Daten, die oftmals aufwändig generiert werden, für weitere Forschungen genutzt werden.

Forschungsdatenmanagement kann auch hilfreich für die Forschenden sein, da viele projektbezogene Aspekte strukturiert aufbereitet werden und sowohl gegenüber fördernden Einrichtungen als auch der eigenen Institution schnell verfügbar sind. Zur guten wissenschaftlichen Praxis gehört eine Aufbewahrung der Daten für mindestens 10 Jahre, manche Daten sollten oder müssen auch langfristig bewahrt werden.

Um Forschungsdatenmanagement sinnvoll zu betreiben muss man sich mit den Daten und ihrer Entwicklung auseinandersetzen. Hierfür wurde der sogenannte Forschungsdaten-Lebenszyklus entwickelt. Er stellt die verschiedenen Entwicklungsphasen und Stadien von Forschungsdaten dar.